- Erstveröffentlichung
- 1982
- Albumtyp
- 6. Studioalbum von 11 (The Alan Parsons Project)
- Karriere
- 6 Jahre nach dem Debütalbum „Tales of Mystery and Imagination: Edgar Allan Poe“ (1976)
- Bandgeschichte
- The Alan Parsons Project bestand zu diesem Zeitpunkt seit 7 Jahren
- Aufgenommen in
- Abbey Road Studios
- Produziert von
- Alan Parsons
- Vorgänger
- The Turn of a Friendly Card
- Nachfolger
- Ammonia Avenue
Eye in the Sky (engl.: „Auge am Himmel“) ist das sechste Studioalbum der britischen Progressive-Rock-Band The Alan Parsons Project, das im Juni 1982 veröffentlicht wurde. Es befasst sich thematisch primär mit der Annahme, unter ständiger Beobachtung zu stehen. Darüber hinaus beschäftigt sich das Konzept des Albums mit Glaubensanschauungen, unabhängig davon, ob diese religiös, politisch oder persönlich (z. B. beim Glücksspiel) motiviert sind. Der persönliche Aspekt verweist dabei auf das Vorgängeralbum „The Turn of a Friendly Card“ (1980), während in musikalischer Hinsicht dessen Vorgänger „Pyramid“ (1978) zitiert wird.
Eye in the Sky enthält mit dem Titelstück den größten Erfolg der Band. Er erreichte Platz 3 in den US-amerikanischen Billboard-Charts und Platz 6 in Kanada. Des Weiteren ist auf dem Album das bekannte Instrumentalstück Sirius enthalten, das weltweit äußerst populär bei Sportveranstaltungen ist und eine oft mit der Band assoziierte Melodie aufweist.
Albumtitel und Entstehung
„Eye in the sky“ steht im Allgemeinen für Überwachungskameras, sowohl in Spielbanken als auch in militärischen Einrichtungen. Ebenso ist der Begriff ein Romantitel von Philip K. Dick (deutscher Titel: „Und die Erde steht still“), steht in diesem jedoch als Metapher für Gott aus der Sicht eines religiösen Fanatikers.
Nach einer Aussage Eric Woolfsons entstand der Albumtitel, nachdem er innerhalb eines Tages dreimal mit dem Begriff in unterschiedlichen Zusammenhängen konfrontiert worden war. Ein Bekannter führte ihm die Überwachungskameras im Tropicana Hotel & Casino in Las Vegas vor, danach verfolgte er in seinem Hotelzimmer die Berichterstattung über einen Spionagesatelliten und schließlich als Bezeichnung eines Beobachtungshubschraubers des Wetterdienstes.
Die Aufnahmen zu „Eye in the Sky“ fanden bereits Ende 1981 / Anfang 1982 mit analogen Mehrspurmaschinen in den Abbey Road Studios statt. Das digitale Masterband wurde mit Hilfe eines Sony PCM 1610 der Postproduktion zugeführt.
Albumcover
Das Albumcover von Eye in the Sky ist in hellem Grün gehalten und wurde von dem britischen Designstudio Hipgnosis (unter der Leitung von Aubrey Powell) entworfen. Es entstand in Zusammenarbeit mit APB (Art Practice Board) und Colin Chambers und zeigt als zentrales Motiv eine stilisierte Darstellung des altägyptischen Horusauges. Bei frühen Pressungen der Langspielplatte war das Motiv geprägt und mit goldfarbener Folie beschichtet, wodurch das Cover eine reliefartige, metallische Wirkung erhielt. Das reduzierte, grafische Design betont klare Linien und symbolische Formen.
Musiker
Akustische Gitarre, E-Gitarre – Ian Bairnson
Bass – David Paton
Schlagzeug, Perkussion – Stuart Elliott
Keyboards – Alan Parsons, Eric Woolfson
Saxophon – Mel Collins
Gesang
The English Chorale
Orchester und Chor
Arrangement (Orchester und Chor), Dirigent (Orchester und Chor) – Andrew Powell
Chorleitung – Bob Howes
Orchesterorganisation (Orchestral Contractor) – George Hamer
Produktion und Technik
Produktion, Tontechnik, Programmierung (Fairlight) – Alan Parsons
Ausführender Produzent – Eric Woolfson
Produktionskoordination, Mastering-Beratung – Chris Blair
Toningenieur (Assistenz) – Tony Richards
Gestaltung und Fotografie
Covergestaltung (Sleeve) – Hipgnosis; APB (Art Practice Board); Colin Chambers
Fotografie – Keith W. Lehman
Rezeption
Die Wiederveröffentlichung Eye In The Sky - 35th Anniversary Edition erhielt 2019 bei den Grammy Awards die Auszeichnung für das Best Immersive Audio Album. Nach 12 vorangegangenen Nominierungen ohne Sieg gelang es Alan Parsons damit zum ersten Mal zu siegen, und zwar für seine Arbeit als Toningenieur des Mixes und des Audio-Masterings sowie als Produzent des Surround Sounds. Er erhielt die Ehrung zusammen mit dem Toningenieur Dave Donelly und P.J. Olsson, der auch als Sänger für Parsons Band tätig ist.
Quelle: Wikipedia – „Eye in the Sky (Album)“, Text unter CC BY-SA 4.0. Weitere Fakten: Wikidata, MusicBrainz.