Raveland ist das Debütalbum der deutschen Techno-DJ und -Produzentin Marusha. Es erschien am 6. Juni 1994 beim Berliner Plattenlabel Low Spirit.
Entstehung
Alle Tracks des Albums produzierte Marusha gemeinsam mit dem Techno-Produzenten Klaus Jankuhn (Members of Mayday). Am letzten Titel Upside Down wirkte zusätzlich der Keyboarder und Musikproduzent Bernd Burhoff (Beat in Time, Dune) mit.
Der Titel Somewhere over the Rainbow basierte auf einem Lied von Harold Arlen (Musik) und E. Y. Harburg (Text) aus dem Filmklassiker Das zauberhafte Land von 1939. Alle anderen Stücke waren Neukompositionen. It Takes Me Away enthält ein Vocal-Sample aus dem Lied Movin' On von Carolyn Harding.
Die Stücke Go Ahead, It Takes Me Away und Somewhere over the Rainbow waren bereits zuvor als Single erschienen. Der Track We Are the Bass war ebenfalls eine ältere Produktion und von Marusha zuvor als Titelmusik ihrer Musiksendung Feuerreiter verwendet worden.
Covergestaltung
Das Cover zeigt Marusha in einer Tanzpose vor einem farbenfrohen, psychedelischen Muster. Das Foto der Künstlerin stammt vom Fotografen Bernhard Kühmstedt. In der rechten oberen Ecke sind die Schriftzüge „marusha“ und „raveland“ in Kleinschreibung zu lesen.
Rezeption
In der Mehrzahl der deutschen Musikzeitschriften erhielt das Album durchschnittliche bis negative Kritiken. So urteilte der Kritiker Christof Hammer in der Zeitschrift Stereoplay:
In der internationalen Presse wurde Raveland hingegen positiver rezipiert. So schrieb das US-amerikanische Musikmagazin Billboard:
Anlässlich des 2007 veröffentlichten Marusha-Albums Heat urteilte Der Tagesspiegel rückblickend, Raveland sei „kühl und stakkatohaft“, markiere jedoch mit der daraus ausgekoppelten Single Somewhere Over The Rainbow ihren bislang größten Hit.
Rezeption
In der Techno-Szene selbst wurden Charterfolge von Marusha und anderen Low-Spirit-Künstlern wie WestBam oder RMB zwiespältig gesehen. Einerseits war Raveland eines der ersten Techno-Alben, die sich in den Charts platzieren konnte, andererseits wurde der Low-Spirit-Sound oft als „zu massenkompatibel“ abgelehnt.