Private Dancer ist das 1984 erschienene fünfte Studioalbum der US-amerikanischen Sängerin Tina Turner. Die erfolgreichsten Auskopplungen sind der gleichnamige Titelsong und What’s Love Got to Do with It, Turners erster Nummer-eins-Hit als Solokünstlerin. Das Album verkaufte sich über 20 Millionen Mal und gehört zu den weltweit meistverkauften Alben. Es wurde zudem mit vier Grammys ausgezeichnet.
Entstehung und Veröffentlichung
Das Album besteht teils aus Neukompositionen, teils aus Coverversionen; am Songwriting-Prozess beteiligte sich Turner nicht. Musikalisch ist das Album ein Mix aus Contemporary-R&B-, New-Wave-, Pop- und Rockelementen. Dies stellt eine Abkehr von den früheren Soul-Veröffentlichungen mit ihrem Exmann Ike Turner dar.
Private Dancer wurde am 29. Mai 1984 bei Capitol Records veröffentlicht. Das Album erschien in seiner Originalausführung als LP mit zehn Titeln unter der Katalognummer 064-240152 1. Am 24. Februar 1997 wurde eine sogenannte Centenary Edition als CD mit sieben Bonustiteln herausgegeben, darunter vier neue Lieder sowie drei Extended Versions.
Private Dancer Tour
Die Private Dancer Tour war die erste Solotournee der Sängerin und umfasste insgesamt 176 Konzerte, die sie nach Europa, Nordamerika, Australien und Asien führte. Die fast einjährige Tour begann am 8. Februar 1985, fast ein Dreivierteljahr nach dem das Album auf den Markt gekommen war, mit einem Auftritt in Zürich in der Schweiz. Das letzte Konzert der Tour fand am 28. Dezember in Tokio in Japan statt. Die Tour brachte Gesamteinnahmen von mehr als sieben Millionen US-Dollar ein.
Turner bekam Unterstützung von James Ralston (Gitarre), Jamie West-Oram (Gitarre), Bob Feit (Bass), Jack Bruno (Schlagzeug), Timmy Cappello (Perkussion, Keyboard, Saxophon) und Kenny Moore (Piano). Außerdem als Gast dabei waren David Bowie, der bei dem Konzert am 23. März 1985 im englischen Birmingham mit ihr die Lieder Tonight und Let’s Dance darbot, sowie der kanadische Rocksänger Bryan Adams, mit dem sie am darauffolgenden Tag am selben Veranstaltungsort ihr gemeinsames Duett It’s Only Love live vorstellte, das im Vorjahr für Adams’ Album Reckless aufgenommen worden war. Als Vorgruppen fungierten Glenn Frey, Mr. Mister, Limited Warranty, John Parr und die Eric Martin Band.
Die Tournee beinhaltete auch 25 Konzerte in Deutschland, wo sich das Album nicht nur als überaus erfolgreich erwies, sondern im Verlauf seines Chartdaseins mit insgesamt 96 Wochen in den Top-100 zu einem Dauerbrenner entwickelte, obgleich es Private Dancer nie auf Platz eins der deutschen Albumcharts schaffte. In Europa gab sie 1985 insgesamt 60 Konzerte, demnach fanden fast die Hälfte aller ihrer europäischen Konzerte in Deutschland statt. Mit Ausnahme von 1984 wurden auf dieser Tournee alle Lieder des Albums live gespielt.
Tina Live – Private Dancer Tour
Die beiden Konzerte in Birmingham am 23. und 24. März 1985 wurden aufgezeichnet und unter dem Titel Tina Live – Private Dancer Tour auf VHS-Kassette veröffentlicht. Die Titel dieser Aufnahme sind wie folgt:
Show Some Respect
I Might Have Been Queen
What’s Love Got to Do with It
I Can’t Stand the Rain
Better Be Good to Me
Private Dancer
Let’s Stay Together
Help!
It’s Only Love (mit Bryan Adams)
Tonight (mit David Bowie)
Let’s Dance (Version 1)
Let’s Dance (Version 2)
Auszeichnungen
1985 gewann sie mit dem Album vier Grammy Awards; drei davon für What's Love Got to Do with It und einen für Better Be Good to Me.