1 Jahre nach dem Debütalbum „Definitely Maybe“ (1994)
Bandgeschichte
Oasis bestand zu diesem Zeitpunkt seit 4 Jahren
Produziert von
Noel Gallagher
Vorgänger
02nd October 1995, Blackpool Empress Ballroom
Nachfolger
Another Story
(What’s the Story) Morning Glory? (englisch für „(Was ist das für eine Geschichte) Morgenlatte?“ oder freier „Was gibt's neues, Frühaufsteher?“) ist das zweite Studioalbum der britischen Rockband Oasis. Es wurde am 2. Oktober 1995 über das Plattenlabel Creation Records veröffentlicht. Das Album entstand während der Hochphase der Britpop-Bewegung und wurde von Owen Morris und Noel Gallagher produziert. Mit weltweit mehr als 20 Millionen verkauften Exemplaren zählt (What's the Story) Morning Glory? zu den kommerziell erfolgreichsten Alben der 1990er Jahre. Es erreichte unter anderem Platz eins der britischen Albumcharts und brachte mit Some Might Say, Wonderwall sowie Don’t Look Back in Anger mehrere erfolgreiche Singles hervor. Das Album gilt als eines der prägenden Werke des Britpop und trug maßgeblich zur internationalen Bekanntheit der Band bei.
Produktion
Schlagzeuger Tony McCarroll ist nur noch auf dem Stück „Some Might Say“ zu hören. Er verließ die Band noch vor Veröffentlichung dieser Single. Für den Rest des Albums wurde er durch Alan White ersetzt.
Hello
Hello beginnt mit demselben Gitarrenriff wie Wonderwall. Die Aufnahme ist anfangs relativ leise und wird von vielen Hörern daher kaum wahrgenommen. Die Textzeile „It’s good to be back“, die aus dem Song Hello, Hello, I’m Back Again von Gary Glitter übernommen ist, wird in der Albumversion als Gitarrenriff gegen Ende des Songs angespielt und von leisem effektvollem Gesang unterstützt, bei Live-Auftritten tritt diese Textzeile jedoch meist in Form von Gesang in den Vordergrund.
Wonderwall
Der Song wurde nach ursprünglicher Deutung von Noel Gallagher für seine damalige Freundin Meg Matthews geschrieben. Nach ihrer Trennung bestritt Noel einen Zusammenhang und verwies auf die Medien, die das Stück falsch interpretiert hätten. Der Titel Wonderwall stammt von dem 1968 erschienenen gleichnamigen Album George Harrisons, das wiederum der Soundtrack zum eher unbekannten Film Welt voller Wunder ist.
Von Fans der Band und Musikkritikern wird, im Zusammenhang mit Wonderwall immer wieder vom perfekten Rocksong bzw. dem besten britischen Song aller Zeiten gesprochen. Das Video zu Wonderwall von Nigel Dick erhielt 1996 den BRIT Award als Best British Video.
Bereits sieben Wochen nach der Veröffentlichung landete eine Easy Listening-Coverversion von Mike Flowers Pops auf Platz 2 der britischen Charts. Im Jahr 2002 wurde Wonderwall von Ryan Adams gecovert, welcher dafür für den Grammy Award for Best Solo Rock Vocal Performance nominiert wurde. Die Version von Ryan Adams gelangte durch die amerikanische Serie O.C., California zu großer Bekanntheit, da er für eine Schlüsselstelle der 1. Staffel verwendet wurde.
Noel Gallagher gefiel diese Coverversion so gut, dass er sie auf mehreren Live-Konzerten spielte. Weitere Interpretationen des Songs finden sich auf Paul Ankas Album Rock Swings aus dem Jahr 2005 sowie bei Radiohead, Cat Power und den Beastie Boys.
Don’t Look Back in Anger
Das Klavierintro ist John Lennons Hit Imagine entnommen. Der Text thematisiert die Schwierigkeiten, Beziehung und Tourleben zu vereinbaren, kombiniert mit schlechten Erinnerungen aus Noels und Liams Kindheit.
Peggy Gallagher forderte ihren Sohn Noel damit auf, wenigstens auf dem Foto ein glückliches Gesicht zu machen.
Die Textpassage
stammt nach Aussage von Noel aus Aufzeichnungen, die John Lennon auf einer Kassette aufgenommen hatte.
Don’t Look Back in Anger ist das erste Oasis-Stück, das von Noel Gallagher sowohl geschrieben als auch gesungen wurde.
Weitere Mitwirkende
Brian Cannon – Art Direction, Design, Cover-Design
Matthew Sankey – Design
Michael Spencer Jones – Abbildungen
Rezeption
Das Album erhielt bei den BRIT Awards 2010 die Auszeichnung BRITs Album of 30 Years.