Unshatter Film Soundtrack (Live in São Paulo) ist das vierte Livealbum der US-amerikanischen Rock-Band Linkin Park, das im September 2026 erschien.
Entstehung
Das Album wurde am 15. September 2024 im Fußballstadion Nubank Parque in der brasilianischen Stadt São Paulo aufgenommen, welches zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch Allianz Parque hieß. Das Konzert fand am gleichen Tag wie die Veröffentlichung ihres achten Studioalbums From Zero statt. Zehn Tage zuvor spielte die Band ihr erstes Konzert seit Oktober 2017 und in der aktuellen Besetzung mit der Sängerin Emily Armstrong, dem Schlagzeuger Colin Brittain und dem Tourgitarristen Alex Feder. Linkin Park spielten an diesem Abend insgesamt 27 Lieder, von denen jedoch nur 16 auf dem Album verwendet wurden. Nicht auf dem Album enthalten sind die Lieder Crawling, Lying from You, New Divide, Burn It Down, Castle of Glass, When They Come for Me / Remember the Name, One Step Closer, Breaking the Habit, My December, Lost in the Echo sowie ein Solo des Turntableisten Joe Hahn. Das Lied Two Faced wurde von der Band zum ersten Mal überhaupt gespielt. Produziert wurde das Album von Brad Delson und Mike Shinoda. Neal Avron mischte das Album, während Emerson Mancini das Mastering übernahm.
Veröffentlichung
Die Erstveröffentlichung von Unshatter Film Soundtrack (Live in São Paulo) erfolgte am 4. September 2026 bei Atlantic Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD (Katalognummer: 7567859023) und LP (Katalognummer: 7567859021) sowie zum Download und Streaming mit zehn Titeln. Vor der Albumveröffentlichungen erschienen die Lieder Somewhere I Belong (4. August 2026), What I’ve Done (21. August 2026), Faint (11. September 2026) und Heavy Is the Crown (18. September 2026) als Single. Begleitet wurden die Singleauskopplungen von offiziellen Musikvideos. Die ersten sechs Lieder wurden per Livestream über den YouTube-Kanal der Band per Livestream übertragen.
Rezeption
Nicola Drilling vom deutschen Magazin Visions schrieb, dass auf dem Album „besonders die Dauerbrenner“ wie Numb oder In the End „glänzen können“ und lobte, dass das Publikum im Mix nicht herausgefiltert wurde. Da jedoch fast alle Ansagen fehlen, geht „ein gutes Stück der persönlichen Note verloren“. Drilling vergab neun von zwölf Punkten. Neil Z. Yeung vom Magazin Allmusic schrieb, dass die Band auf dem Album „großartig“ klingt und das das Album als „hervorragendes Dokument für diejenigen Fans dient, die dachten, sie würden diese Lieder nach dem Tod von Chester Bennington nie wieder live hören“. Jedoch zeigte er sich „verblüfft“ darüber, dass Hits wie One Step Closer oder Crawling außen vor blieben. Yeung vergab 3,5 von fünf Punkten. Emil Dröll vom deutschen Magazin laut.de schrieb, dass der Hörer „hervorragendes From Zero-Material und einige bemerkenswert gelungene Neuinterpretationen der alten Songs“ bekommt. Jedoch kritisierte er, dass gerade die härteren Stücke „unter eine maßlosen Geräuschverdichtung leiden“, wodurch die Musik der Band „weniger lebendig klingt“. Dröll vergab drei von fünf Punkten.