VinylNu Metal

Hybrid Theory

Erschienen
14.06.2014 · Europe
Label / Katalognr.
Warner Bros. Records – 9362-49477-5, Machine Shop Recordings – 9362-49477-5
Format
Vinyl, LP, Album, Reissue, Stereo (Gatefold)
Genre
Rock
In der Sammlung seit
06.09.2025
Marktpreis ab
12,79 € (59 Angebote)
Gesamtspielzeit
37:51 min

Hintergrund

Erstveröffentlichung
24.10.2000
Albumtyp
1. Studioalbum von 9 (Linkin Park)
Karriere
Debütalbum
Bandgeschichte
Linkin Park bestand zu diesem Zeitpunkt seit 4 Jahren
Produziert von
Don Gilmore
Auszeichnungen
SNEP double gold album
Nachfolger
Meteora In der Sammlung

Hybrid Theory (englisch für etwa „Mischtheorie“) ist das Debütalbum der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Linkin Park. Der Albumtitel stammt vom ursprünglichen Namen der Band. Hybrid Theory erschien am 24. Oktober 2000 über Warner Bros. Records in den Vereinigten Staaten, in Europa erfolgte die Veröffentlichung im Februar 2001.

Entstehung

Im Jahr 1997, zu Zeiten der Nu-Metal-Welle um Bands wie Korn und Limp Bizkit, hatte die damals noch unter dem Namen Xero aktive Band ein gleichnamiges Demo-Tape aufgenommen. Darauf waren unter anderem Demos für die Songs Runaway und Forgotten enthalten. Nachdem die Band keinen Plattenvertrag bekommen hatte, verließ der damalige Sänger Mark Wakefield die Band. Mit Chester Bennington als Ersatz startete man unter dem Bandnamen Hybrid Theory neu. Als erstes wurde 1999 eine selbstbetitelte EP aufgenommen, von der ca. 1000 Exemplare gepresst wurden. 2001 wurde diese für den Fanclub Linkin Park Underground wiederveröffentlicht. Es folgte die Aufnahme einer heute als sehr rar erachteten 8-Track-Demo, die erstmals im Jahr 2009 – zehn Jahre nach ihrer Aufnahme – in der Öffentlichkeit auftauchte. Mit She Couldn’t war ein bis dahin unbekanntes Stück enthalten. Aus rechtlichen Gründen wurde später auch eine Version ohne She Couldn’t herausgegeben. Noch im selben Jahr nahm die Band ein neun Stücke umfassendes Demo auf. Die meisten Demoaufnahmen wurden im Originalzustand auf späteren LP-Underground-CDs Fanclubmitgliedern verfügbar gemacht.

Hybrid Theory spielten Showcases vor Plattenmanagern und wurden von mehreren Labels abgewiesen. Zu dieser Zeit entstanden auch Kontakte zu Zomba Music. Der Band gelang es, über das aufkommende Internet, insbesondere bei MP3-Portalen, bereits erste weltweite Fans zu finden.

Schließlich wurden Hybrid Theory von Warner Music unter Vertrag genommen, nachdem Jeff Blue, ein Manager von Zomba, im Jahr 2000 zu Warner gewechselt war. Hybrid Theory begannen mit weiterem Songwriting. Viele der Lieder, die auf ihr Debütalbum kamen, waren jedoch überarbeitete Versionen ihrer Demos. Die Suche nach einem Produzenten gestaltete sich zunächst schwierig, bis letztlich Don Gilmore gewonnen werden konnte. Als man schon mit der Promotion des Albums angefangen hatte, kam es aber zu rechtlichen Problemen: Da es bereits eine andere Band dieses Namens und zudem die britische Firma Hybrid gab, musste die Gruppe nochmals ihren Namen ändern. Bennington schlug den Namen Lincoln Park vor. Um sich eine .com-Domain sichern zu können, wurde die Schreibweise in Linkin Park geändert. Die Website linkinpark.com wurde am 24. Mai 2000 registriert. Zwischen März und Juni wurde das Album bei NRG Recordings in North Hollywood aufgenommen und am 24. Oktober 2000 in den USA veröffentlicht. One Step Closer war bereits zuvor im Radio gespielt worden und wurde als erste Single veröffentlicht.

Der Veröffentlichung des Albums folgte 2001 eine ausgedehnte Tour, u. a. in Europa mit den Deftones.

Cover

Das Cover wurde nach einer Idee von Chester Bennington von Mike Shinoda gestaltet. Es stellt einen dunkelroten Soldaten mit Flügeln einer Libelle vor einem grauen Hintergrund dar.

Versionen

Auf der nur in Japan veröffentlichten Special Edition des Albums finden sich außer den gewöhnlichen Songs noch die beiden Lieder „My December“ und „High Voltage“ sowie das Musikvideo zu „One Step Closer“. Dieselben beiden Lieder finden sich auch auf der iTunes-Edition des Albums wieder, statt des Musikvideos umfasst sie jedoch einen Livemitschnitt des Liedes „Papercut“.

Erhältlich ist auch eine Ausgabe mit einer Bonusdisc, die sowohl die beiden Bonustracks „My December“ und „High Voltage“ als auch Liveaufnahmen der Lieder „Papercut“, „Points of Authority“ und „A Place for My Head“ enthält.

Auf einer neu gemasterten iTunes Deluxe Version sind seit dem 15. Januar 2013 neben den beiden üblichen Bonus-Tracks auch ein Remix von „Points of Authority“ und die für die CD/DVD Road to Revolution: Live at Milton Keynes aufgenommene Liveaufnahme von „Papercut“ erhältlich.

Rezensionen

William Ruhlmann vom Internetportal allmusic kritisierte die zwischen Angst und Wut variierenden Texte als nicht ganz glaubwürdig. Auch musikalisch seien Linkin Park eher ein Nachzügler bei einem Musikstil, der seinen Höhepunkt schon hinter sich habe. Drei von fünf Sternen wurden als Wertung vergeben. Tyler Fisher hob auf sputnikmusic.com die „unglaubliche Zugänglichkeit“ der Musik von Linkin Park hervor, ebenso die „extrem gut funktionierenden“ Samples von DJ Joseph Hahn. Es handle sich um ein richtungsweisendes Mainstream-Album, musikalisch liege es aber „etwas über dem Durchschnitt“. Als Wertung vergab er ebenfalls drei von fünf Punkten. Es ist Linkin Parks meistverkauftes Album Demgegenüber offenbarten sich laut Michael Rensen vom deutschen Rock Hard die Qualitäten des Albums „erst bei intensiverer Beschäftigung“, die Band habe zwar Nu-Metal-Einflüsse, doch durchaus auch ihren eigenen Stil. Rensen lobte die „vorbildliche Koexistenz von Raps und Rock-Vocals und die von fetten Gitarrenwänden und mächtigen Keyboardteppichen unterlegten Refrains“. Als Kritikpunkt sah er mangelnde Abwechslung beim Songaufbau. Er vergab acht von zehn Punkten. Alexander Cordas von laut.de bewertete Hybrid Theory mit fünf von möglichen fünf Punkten. Er bezeichnet das Album als „fettes Debüt mit sägenden Gitarren und eingängigen Songs,“ das „auf ganzer Linie“ überzeuge. Es besitze „eine satte Produktion und intelligente Texte,“ wobei kein Song ein Ausfall sei.

Preise

Im Jahr 2002 war das Album für drei Grammys nominiert und gewann dabei in der Kategorie „Best Hard Rock Performance“ für das Lied Crawling und gewann den deutschen Musikpreis Echo Pop in der Kategorie „Künstler/Künstlerin/Gruppe des Jahres international“. Das Musikvideo zu „In the End“ wurde 2002 mit dem MTV Video Music Award ausgezeichnet. Ebenfalls von MTV wurde die Band bei den MTV Europe Music Awards in den Kategorien „Best Group“ und „Best Hard Rock“ ausgezeichnet. Es ist zudem aufgeführt in den 1001 Albums You Must Hear Before You Die („1001 Alben, die man hören muss, bevor man stirbt“).

Trivia

Im Musikvideo der Single Papercut ist das Baby, welches die Cover der Hybrid Theory EP und des Xero Demo-Tapes ziert, als Bild an der Wand zu sehen.

Quelle: Wikipedia – „Hybrid Theory“, Text unter CC BY-SA 4.0. Weitere Fakten: Wikidata, MusicBrainz.

Tracklist

12 Titel ·

A1Papercut3:05
A2One Step Closer 2:37
A3With You 3:23
A4Points Of Authority3:20
A5Crawling3:29
A6Runaway3:04
B1By Myself3:10
B2In The End3:36
B3A Place For My Head3:05
B4Forgotten3:14
B5Cure For The Itch2:37
B6Pushing Me Away3:11

Mitwirkende

Produktion
Don Gilmore
Komponiert von
Dave Farrell (B3, B4), Linkin Park, Mark Wakefield (A6, B3, B4)
A&R
Jeff Blue
A&R [Coordination]
Ariana Murray, Natalie Preston
Abmischung
Andy Wallace
Art Direction
Flem
Artwork [Line Art Sketches & Drawings]
Joseph Hahn
Artwork [Soldier Drawing
Mike Shinoda
Ausführende Produktion
Jeff Blue
Backgroundgesang
Rob Bourdon, Brad Delson, Joseph Hahn
Bass
Ian Hornbeck (A1, B3, B4), Brad Delson
Bass [Touring]
Scott Koziol
Beats
Mike Shinoda
Booking [Booking Agent]
Michael Arfin
DAW [Pro Tools Assistant]
Mike Shinoda
DAW [Pro Tools]
John Ewing Jr.
Design
Flem
Fotografie
James Minchin III
Gesang
Mike Shinoda, Chester Bennington
Gitarre
Brad Delson
Line Art Sketches & Drawings]
Mike Shinoda
MC [Emcee]
Mike Shinoda
Management
Jordan Berliant, Michael Green, Ryan DeMarti
Management [Business Manager]
Dana Miller, Jonathan Schwartz, Michael Oppenheim
Management [Worldwide Representation]
The Collective
Mastering
Brian "Big Bass" Gardner
Product Manager [Marketing Director]
Peter Standish
Sampler
Mike Shinoda, Joseph Hahn
Schlagzeug
Rob Bourdon
Scratches [Records]
Joseph Hahn
Toningenieur
Steve Sisco, Don Gilmore
Toningenieur [Additional]
John Ewing Jr.
Toningenieur [Assistant]
Matt Griffin
Anmerkungen zu dieser Pressung (Discogs, Englisch)

Comes in gatefold sleeve and includes lyric sheet. © 2001 Warner Bros. Records Inc. ℗ 2000 Warner Bros. Records Inc. for the U.S. and WEA International Inc. for the world outside the U.S. Manufactured in the E.U.

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